„Der absolut wichtigste Grund, warum deine Ads Mist aussehen“
Jason Trout, unser Global Chief Digital Officer, hat bei der MAD//Anywhere London eine Reihe von Wahrheitsbomben platzen lassen

Dies wurde ursprünglich auf der Peach-Website veröffentlicht. Erfahren Sie mehr über das Rebranding von Peach zu Cape.io.
Scrollen Sie nach unten, um sich den Vortrag anzusehen, wenn Sie möchten.
Ich blicke über das Lineare hinaus auf konvergente und digitale Umgebungen. Kurz gesagt: Der Grund, warum Ihre Werbeanzeigen beschissen aussehen, ist, dass Sie wahrscheinlich nicht wissen, was mit Ihrem Werbemittel passiert, sobald es freigegeben wurde – oder schlimmer noch, es ist Ihnen vielleicht einfach egal.
Wie kann das sein, höre ich Sie fragen?
Um den Yale-Professor Edward Tufte zu zitieren: „Es gibt nur zwei Branchen, die ihre Kunden als 'User' bezeichnen: illegale Drogen und Software“.
Wir wissen, dass Quantität ein Schlüsselteil erfolgreicher Kampagnen ist, ebenso wie Qualität, aber man muss Abstriche machen und Kompromisse eingehen, nicht wahr? Das Kreativ-Asset richtig hinzubekommen, ist die wichtigste Entscheidung, die Sie treffen können – aber kann man auch eine Quantität an Qualität haben? Eine beschissene Werbung bleibt eine beschissene Werbung, egal wo man sie platziert.
Diese Gleichung besteht aus drei wesentlichen Teilen:
Erstens: Erfüllt die Umsetzung die Aufgabe, für die sie für die Zielgruppe konzipiert wurde? Das ist subjektiv.
Zweitens: Mit dem Ende des Cookies ist der Kontext zurück! Wird der Inhalt die Umgebung oder das Gerät unterstützen oder stören? Auch das ist subjektiv.
Schließlich: Ist die technische Qualität des Assets für das vorgesehene Gerät oder das Seitenverhältnis und die Plattform korrekt? Das ist präzise, systemgesteuert und leicht zu lösen.
Auf die ersten beiden Aspekte wird viel Aufmerksamkeit verwendet, auf den letzten sehr wenig. Ich weiß, das ist nicht besonders sexy, und wie Drogendealer wissen, ist es schwer, Gewohnheiten zu ändern.
Linear
Im gesamten Video-Ökosystem koexistieren das Gute und das Schlechte. Auf der linearen und BVoD-Seite handelt es sich um eine „One-to-many“-Broadcast-Umgebung. Das Targeting ist breit gefächert, aber die Infrastruktur und das Vertrauen in das Medium sind sehr hoch – trotz Defiziten bei der Reichweitenmessung.
Werbetreibende müssen sich keine Sorgen machen, dass Werbeanzeigen in unangemessenen Inhalten erscheinen – das ist reguliert. Ebenso wenig müssen sich Werbetreibende Gedanken darüber machen, dass Werbeanzeigen in einer Werbepause direkt neben einem Konkurrenten erscheinen – das wird geregelt.
Es ist gut eingespielt und universell etabliert. So kann eine Werbesendung von der Fertigstellung bis zum Broadcaster in 2 Tagen, manchmal in 1 Tag geliefert werden. Wir haben es sogar schon in unter 4 Stunden geschafft.
Digital
Kommen wir nun zum Lager Digital – mal sehen, wie es dort läuft. Sie haben enorme technische Investitionen in die Wege geleitet, um hochgradig zielgerichtete Zielgruppen in Echtzeit und in großem Umfang zu erreichen. Intelligente Nutzung von First- und Third-Party-Daten, um Beziehungen über mehrere Touchpoints hinweg aufzubauen und zu pflegen.
Schließlich suchen ehrgeizige Mediapläne nach Communities leidenschaftlicher Konsumenten, die sich in kuratierten Gruppen im gesamten Internet tummeln. Bei all dieser großartigen Technologie und diesen Möglichkeiten sollte man erwarten, dass Digital der Goldstandard in puncto Geschwindigkeit und Effizienz ist. Ist es aber nicht. Nicht einmal ansatzweise.
Wir wissen von Kunden und Mediaagenturen, dass es 2 bis 3 WOCHEN dauern kann, bis eine digitale Kampagne live geht. Ja, das sind 2-3 Wochen – also 7- bis 10-mal so lange wie im guten alten Linearen oder BVoD. Das bedeutet, dass das Finanzierungsangebot von Land Rover oder der Gucci-Sale, der vor 3 Tagen endete, von einem Großteil der Online-Kunden nie gesehen wurde, weil das richtige Werbemittel erst heute online ging.
In unserer eigenen unabhängigen Studie, die wir gemeinsam mit Colab in Auftrag gegeben haben, kam beschämenderweise heraus, dass mehr als drei Viertel aller digitalen Kampagnen zu spät starten – das ist einfach nicht gut genug.
Gezerrtes 16:9-Seitenverhältnis für Disney +
Originales 4:3-Seitenverhältnis auf Fox
Oben sehen Sie, dass ein Inhalt im Format 4:3 auf ein Seitenverhältnis von 16:9 gestreckt wurde. Die gestreckte Version verfehlt den visuellen Gag komplett. Genau das gleiche Problem betrifft auch Ihre wertvollen Werbemittel.
Warum also sollten Sie sich für dieses zutiefst unsexy Thema interessieren?
Kunden: Sie möchten, dass Ihre Werbung auf die bestmögliche Weise erlebt wird.
Kreativ-Abteilung oder Postproduktion: Sie möchten, dass Ihre Arbeit auf den Plattformen und Geräten geschätzt wird, auf denen sich die Kunden Ihrer Auftraggeber bewegen.
Leute aus den Mediaagenturen: Sie haben es satt, jeden Tag dafür gerügt zu werden, dass Kampagnen zu spät starten.
Programmatic-Einkäufer: Sie haben das beste Setup – aber unerfüllte Gebote aufgrund von Fehlern, was bedeutet, dass kein Kreativ-Asset ausgespielt wird.
Publisher: Sie fliegen aus dem Mediaplan, weil die Datei nicht nach Ihren Spezifikationen erstellt wurde, was bedeutet, dass die Impressions wieder einmal auf YT oder FB gelandet sind.
Wenn Sie also damit zufrieden sind, lieblose Werbung herauszublasen, und Sie in Ihren Kunden nur „User“ sehen, dann machen Sie einfach so weiter und überlassen Sie Ihren Dealern die Workflows. Die User werden Sie zu Recht als liebloses Unternehmen wahrnehmen. Oder fangen Sie stattdessen an, sich endlich darum zu scheren.
Behandeln Sie Ihre Kunden mit Wertschätzung, auch im großen Stil, damit sie Markenbotschaften so erleben, wie sie gedacht waren: im richtigen Kontext und pünktlich. Ändern Sie Ihre schlechten Gewohnheiten, automatisieren Sie Ihre Workflows und genießen Sie die Quantität an Qualität gemeinsam mit Ihren Kunden – sie haben es verdient, und Sie verdienen sie vielleicht mit der Zeit auch.
Schauen Sie sich meinen Vortrag gerne hier an:
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